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Weltkongresse der Benediktineroblaten


Die Idee zum ersten Weltkongress der Oblaten 2005 ging von Abtprimas Notker Wolf OSB aus. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sah es einige Jahrzehnte lang so aus, als würde die Lebensform der Oblaten langsam aber deutlich zurückgehen und irgendwann verschwinden. Inzwischen hat sich diese Tendenz deutlich umgekehrt, und das in ganz verschiedenen Kontinenten und Kontexten.

"Auf meinen Reisen als Abtprimas merkte ich, dass rund um den Globus die Zahl der Oblatinnen und Oblaten im Steigen begriffen war, ob in den USA, in Brasilien, in Nigeria, in Korea oder auf den Philippinen. Das hat mich auf die Idee gebracht, Oblaten aus allen Kontinenten nach Rom zu einem Weltkongress einzuladen. Ich weiß um die Vielfalt benediktinischen Lebens in anderen Ländern und stelle mir vor, wie sehr sich die Oblaten gegenseitig bereichern und einen weltkirchlichen Horizont gewinnen können. Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen... Es wäre ein Missverständnis, als wollten wir nun alle Oblaten zentralisieren. Entsprechend benediktinischem Grundverständnis bleiben sie alle an ihre Klöster gebunden. Gerade das macht die Vielfalt und den Reichtum aus. Ein Netzwerk aber aufzubauen, wie es die Konföderation der Benediktiner oder die Communio der Benediktinerinnen darstellt, könnte nur für alle zum Nutzen sein."

Quelle: Notker Wolf OSB: Zum Geleit, in: Claudius Bals/Basilius Ullmann, Aufbruch mit Benedikt. Oblaten - eine christliche Lebensform, EOS Verlag St. Ottilien 2009

Die bisherigen Weltkongresse

Der erste Weltkongress 2005


Vom 19.-25. September 2005 fand in Rom der erste Weltkongress der Benediktineroblaten statt. Er stand unter dem Leitthema: Gemeinschaft mit Gott und mit der Welt.

Die Referentinnen und Referenten der sieben Vorträge kamen aus Tansania, Belgien, Italien, den USA, Indien, Pakistan und Brasilien.

Im Anschluss an diesen Weltkongress trafen sich im Frühjahr 2007 im Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel Delegierte aus fünf europäischen Ländern (Spanien, Italien, Großbritannien, Belgien und Deutschland) erstmals zu einem internationalen Treffen der Benediktineroblaten, Laienzisterzienser und Zisterzienseroblaten. Das Thema war "Benediktineroblaten, Laien-zisterzienser, Zisterzienseroblaten - Christliche Lebensform und ihre Sendung mitten in der Welt".

Der zweite Weltkongress 2009


Durch die Erfolge des ersten Weltkongresses ermutigt, fand dann vom 02.- 10. Oktober 2009 ein zweiter Weltkongress wieder in Rom statt.

Der Leitgedanke dieses Treffens lautete: Die religiösen Herausforderungen von heute - die benediktinische Antwort

Maßgebend für das Motto waren Gedanken wie

  • Das Gebet des Oblaten in einer pluralistischen Welt
  • Beurteilen im Licht des Evangeliums, der Regel des Heilgen Benedikt und des Zweiten Vatikanischen Konzils
  • Handeln in Treue zu Christus, zum Heiligen Benedikt und gegenüber den Zeichen der Zeit
  • Diese Vison enthält den "Traum" und den Wunsch, dass sich Benediktineroblaten, ausgehend vom zweiten Kongress in Rom, gemeinsam auf den Weg des Dialogs mit der Welt machen können

Der Dritte Weltkongress 2013


Der 3. Weltkongress fand vom 4. - 10. Oktober 2013 ebenfalls wieder in Rom statt.

Abtprimas Notker Wolf betonte sowohl in seiner Begrüßungs- als auch in seiner Abschiedsrede die Bedeutung der Benediktineroblaten für den Orden und die Kirche. Die Oblation bezeichnete er als gegenseitigen Segen für die Oblaten und für das Kloster. Die Regel Benedikts lehre nicht nur das Leben in der Klostergemeinschaft, sondern zeige auch den Weg, wie man als Christ in der Welt leben soll. Die Oblaten erfahren in ihrem Kloster spirituelle Stärkung für ihr tägliches Leben. durch das gemeinsame Gebet und den Austausch mit den Ordensleuten. Wenn ein Kloster Oblaten hat, zeigt das, wie Notker Wolf sagte, Offenheit und Anpassungsfähigkeit an die Erfordernisse der Zeit. Gemeinschaften, die sich verschließen und sich selbst genügen, haben keine Zukunft.

Thema des diesjährigen Kongresses war "Obsculta - der lauschende Oblate in der Welt". Der erste Satz aus der Regel Benedikts wurde so thematisiert: "Höre mein Sohn auf die Lehren des Meisters, und neige das Ohr deines Herzens.

Damit beschäftigten sich die beiden Hauptreferate vom 5.10.2013 und vom 07.10.2013 mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Sr. Mary John Mananzan OSB, von den Philippinen, sprach darüber, wie aufmerksames Hinhören "mit dem Ohr unseres Herzens" unser Verhalten verändern kann. Unsere benediktinische Spiritualität mit Gebet, Lectio Divina und Kontemplation soll uns zu ganz besonderer Achtsamkeit befähigen und zu einem Gespür für den richtigen Umgang mit den Problemen unserer Zeit. Sie sprach über Armut, Migration, Unterdrückung von Frauen und Minderheiten, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Alter, Krankheit, Behinderung und Umweltzerstörung. Unsere Aufgabe als Christen und Benediktiner sei es, voller Mitgefühl dazu beizutragen, dass "die Wunden geheilt werden."

Im Vortrag von P. Michael Casey OCSO ging es darum, wie die Stimme Gottes in unserer lauten Informationsgesellschaft und angesichts einer "Globalisierung von Oberflächlichkeit" überhaupt noch vernommen werden kann. Das ist nur möglich, wenn wir selber dafür sorgen, z. B. indem wir klare Prioritäten setzen und für Lectio Divina und Kontemplation Zeit und Gelegenheit einräumen. Als Oblaten brauchen wir das Wort Gottes, wie Michael Casey sagte, dringend täglich. Es ist die Grundlage für unser Leben. Schweigen, Stille und Aufmerksamkeit sind dafür nötig und müssen eingeplant werden. Nur so kann das Wort Gottes in uns wirken und uns "fit" machen, uns in unserem Umfeld für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.


Der 4. Internationale Kongress der Benediktineroblaten findet vom 4. - 10. November 2017 im Salesianum in Rom statt.

Das Thema wird sein:

DER ZUKUNFT ENTGEGEN - DIE BENEDIKTINISCHE GEMEINSCHAFT IN BEWEGUNG
„Der Herr erwartet nun Tag für Tag Antwort auf sein Wort durch unser Werk“
(RB Prol. 35)

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