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Benediktusmedaille


Als Medaille war und ist der alte Segen im Benediktinerorden und bei seinen Freunden weit verbreitet. Auf der Vorderseite ist das Benediktuskreuz abgebildet, auf der Rückseite eine Darstellung des Benedikt von Nursia.

Neuere Form der Medaille (Beuroner Stil und Dekor)

(Diese Form wurde zum Benediktusjubiläum 1880, dem 1400. Geburtstag des Hl. Benedikt, als sogenannte Jubiläumsmedaille geschaffen und ist heute noch in Gebrauch.)

Zur Bedeutung der Buchstaben


Die vier Buchstaben in den Kreuzecken sind gewissermaßen eine Überschrift über den Segenstext und die ganze Medaille. Sie identifizieren den Segen als einen Benediktus-Segen:

Crux Sancti Patris Benedicti = Kreuz des heiligen Vaters Benediktus.


Die Buchstaben auf den Kreuzbalken - zuerst senkrecht, dann waagrecht zu lesen - kürzen die Kernworte des Segens ab.

Crux Sacra Sit Mihi Lux = Das heilige Kreuz soll mir Licht sein.
Non Draco Sit Mihi Dux = Der Drache soll mir nicht Führer sein


Die Buchstaben der Umschrift - zu lesen von rechts oben - erweitern die Kernworte um zweimal zwei Verse:

Vade Retro Satana = Weiche zurück, Satan
Numquam Suade Mihi Vana = Niemals verführe mich zu Nichtigem
Sunt Mala Quae Libas = Schlecht ist, was du darreichst
Ipse Venena Bibas" = Selbst trinke das Gift


Über dem Kreuz ist auf der Medaille noch das Wappenwort des Benediktinerordens PAX (Friede) zu lesen. Im Zusammenhang der Medaille, darf es sicher auch als Hinweis auf die Frucht des Segens, den Frieden, gedeutet werden. Die ältere Form der Benediktusmedaille ist oval und trägt an dieser Stelle das Christusmonogramm IHS.


Die Rückseite der Medaille trägt eine Darstellung des Heiligen Benedikt, in der rechten Hand das Kreuz haltend, in der linken Hand die Regel. Üblichweise ist diese Darstellung von dem Text EIUS IN OBITU N(OST)RO PR(A)ESENTIA MUNIAMUR = Bei unserem Sterben mögen wir durch seine Gegenwart gestärkt werden) umgeben.


Warum der Segensspruch Benedikt von Nursia zugeschrieben wird, ist nicht geklärt. Eine Bibelhandschrift des Klosters Metten aus dem Jahr 1414 (Bayerische Staatsbibliothek, Cod. Mon. Lat. 8201.) enthält die älteste Darstellung des Benediktuskreuzes.

In Gebrauch war die Benediktusmedaille jedoch schon früher. Bereits Papst Leo IX. (1002-1054) benutzte eine Benediktusmedaille und soll durch sie von einer schweren Krankheit geheilt worden sein. Während die Vorderseite stets gleich gestaltet war, wurde die Gestaltung der Rückseite im Laufe der Jahrhunderte verändert.

Das Segensgebet über die Medaille


V Der Name des Herrn sei gepriesen.
A Von nun an bis in Ewigkeit.

V Lasset uns beten.

Allmächtiger, ewiger Gott,du bist der Spender aller guten Gaben.
Segne + diese Medaille(n)auf die Fürsprache unseres heiligen Vaters Benedikt damit alle, die sie tragen, die Gesundheit des Leibes und der Seele und die Gnade der Heiligung erlangen. Bewahre sie in deiner Barmherzigkeit vor allen Nachstellungen des bösen Feindes und lass sie einst dein Angesicht schauen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A Amen.

(Der Priester besprengt die Medaille(n) mit Weihwasser.)